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Foto: Joy Oelen

Das private Interview mit der Fashion Bloggerin Michèle Krüsi

Michèle Krüsi aus Winterthur zählt zu einer der erfolgreichsten Bloggerinnen der Schweiz. Auf Facebook hat sie über 13’000 Follower. Ihr Modeblog «The Fashion Fraction» hat monatliche Klickzahlen im sechsstelligen Bereich.

Dabei arbeitet Krüsi als Junior AD in einer Dialog Marketingagentur in Zürich und studiert an zwei Wochentagen Visuelle Gestaltung an der Medien Form Farbe in Zürich. «Als Blogger hat man nie Ferien oder Feierabend», sagt sie und will dabei aber auf keinen Fall als Streberin gelten. Der bekennende Schoggi-Junkie steckt 30 Stunden die Woche in den Blog. Ehrlichkeit und der authentischer Auftritt steht bei ihr zudem an erster Stelle. Das schlichte, aufgeräumte Layout, die professionellen Fotos ihrer Freundin und Fotografin Joy Oelen oder ihrem Freund Stefan Benninger und ihr witziger Schreibstil überzeugten auch grosse Brands wie Hermès, Swarovski, Diesel, Gant oder Adidas, mit denen Michèle Krüsi schon zusammen gearbeitet hat. Tja, ohne Fleiss kein Preis.

«Ich bin sehr, sehr ehrgeizig!»

Warum sind Sie als Bloggerin so erfolgreich?
Vielleicht weil ich authentisch bin und das mit dem Mitschmenschen teile, was mich gerade inspiriert oder beschäftigt und nicht, was gerade Trend ist. Mein Hauptfokus liegt auf dem Bereich Mode beziehungsweise meinem eigenen Stil, mit dem ich hoffe, einige Menschen inspirieren zu können. Ich spreche damit vermutlich auch so viele Menschen an, weil ich mich nicht kategorisieren lasse und mich jeden Tag wieder ein wenig neu erfinde. So kann ich mal ganz girly sein und am nächsten Tag wieder eher rockig.

Ihr Rezept?
Mein Ehrgeiz, der mich motiviert mich stets zu verbessern.

Wie verdient man als Bloggerin eigentlich Geld?
Durch Advertorials, Provisionen und Bookings für Events oder als Model. Neu auch durch Consulting im Bereich Influencer Marketing und Social Media, speziell Instagram.

Ihren Blog füttern Sie dauernd mit News und tollen Bildern, zudem sind Sie regelmässig auf Social Media Plattformen präsent, arbeiten Teilzeit als Junior AD und studieren. Das tönt eigentlich nach einem 150% Job?
Ganz genau! Das kann man gut als 150% Job bezeichnen, denn Freizeit bleibt da wenig. Gut also, dass ich sagen kann, dass sowohl mein Job, mein Studium als auch der Blog mir so viel Spass machen, dass ich alles auch als Hobby bezeichnen könnte.

Wir schalten Sie ab?
Am liebsten mit meinem Freund in der gemeinsamen Wohnung auf der Couch mit einem Glas Wein und einem guten Film.

Und wie lange halten Sie dieses Tempo noch durch?
Wissen Sie, alles was ich tue, mache ich von Herzen gerne. Klar gibt es Tage, da hat man keine Lust das eine oder andere zu tun aber schlussendlich bin ich glücklich und stolz, alles gleichzeitig managen zu können. Apropos managen, Zeitmanagement ist dabei sicherlich ein wesentlicher Bestandteil um die Zeit so zu optimieren, dass doch noch das nötige bisschen Freizeit übrig bleibt. Ich plane zwei bis drei Wochen voraus und achte darauf, dass ich zumindest zwei Abende die Woche ganz ohne Arbeit geniessen kann.

In welchem Restaurant trifft man Sie regelmässig?
Restaurants besuche ich oft nur für Meetings. Privat esse ich Zuhause oder unterwegs. Begeistert bin ich allerdings vom Puro – die Burger sind zwar schweineteuer, aber obergeil. Es wird Zeit, dass ich mich mal zum Brunch zeige. Ansonsten mag ich die Hiltl Dachterrasse im PKZ sehr gerne sowie die Rüsterei als auch Kantine im Sihlcity.

Sind sind süchtig nach?
Schoggi! Und nach teueren Schuhen.

Was verdirbt Ihnen die Laune?
Wenn frühmorgens im Zug jemand ein stinkendes Sandwich verputzt.

Und bei welchen Situationen rasten Sie aus?
Ich bin ein sehr kontrollierter Mensch, der nicht besonders schnell emotional wird und es gerne harmonisch mag. Ausgerastet bin ich daher noch nie. Aber ich mag Unordnung nicht.

Ihr Fortbewegungsmittel?
ÖV.

Ihre Lebensmotto?
«Some people dream of success while others wake up and work hard at it», by Winston Churchill.  Das soll sich jetzt nicht bloss auf den Beruf fokussieren sondern ist generell auf Ziele im Leben übertragbar. Man muss dafür arbeiten, um zu erreichen, was man möchte – egal wofür.

Woran glauben Sie?
Daran, dass Ehrlichkeit am längsten währt.

Und woran auf keinen Fall?
Dass ich jemals sonderlich gut in Fremdsprachen sein werde.

Glauben Sie an Gott?
Ja.

Ihr persönlicher Traum?
Vielleicht einmal ein eigenes Schuhlabel zu besitzen.

Und wann geht er in Erfüllung?
Aktuell ist es bloss ein kleiner Traum, ohne Planung dahinter. Aber wer weiss.

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